Vegan – ist das teuer?


Vegan geht auch günstig.



Eine Frage, die ich des Öfteren zu hören bekomme ist ob eine vegane Ernährung teuer ist?

An dieser Stelle muss ich ehrlich sagen, dass ich zu Anfang dieselbe Befürchtung hatte. Denn, als ich praktisch von heute auf morgen zur veganen Ernährung übergegangen bin, hatte ich keine Ahnung was mich genau erwartet. Welche Produkte sind vegan? Welche Ersatzprodukte gibt es? Wo sind die zu finden? Gibt es da preisliche Unterschiede? Was kann man als Veganer kochen? Und noch etwas mehr.

Erfahrungsgemäß kann ich sagen, dass die ersten Wochen durchaus etwas teurer waren. Schließlich gab es einige Produkte, die ich zum allerersten Mal gekauft habe. Außerdem habe ich in meiner Anfangszeit auch ziemlich viel experimentiert, weil ich einfach wissen wollte wie dieses oder jenes Produkt schmeckt.
Ich denke aber, dass im Endeffekt jede Ernähungsumstellung am Anfang etwas teurer ist.

Es kommt aber auch darauf an wie man kocht und welche Produkte man verwendet. Wenn man nun viele Ersatzprodukte kauft und exotische Zutaten verwendet, vielleicht sogar nur noch Bio oder nur noch im Bioladen einkauft, kann es teurer werden als wenn man eher mit gängigen Zutaten kocht und nur ab und zu ein Ersatzprodukt verwendet.

Vegane wie vegetarische Ersatzprodukte sind da meist etwas teurer als die konventionell bekannten Produkte. Wobei es auch da preisliche Unterschiede gibt. So kann eine Sojamilch des einen Herstellers 1,89 € kosten und woanders nur 99 Cent.
Der etwas teurere Preis dieser Produkte liegt zum Einen an höheren Produktionskosten, zum Anderen aber auch an der vergleichsweise geringeren Nachfrage. So müssen Unternehmen die Preise auch etwas anheben um daraus Gewinn zu erzielen. Ist die Nachfrage allerdings größer, sinken auch die dafür erhobenen Preise. Genauso wie bei jedem anderen Produkt in der freien Marktwirtschaft auch. Die Nachfrage bestimmt das Angebot.
Eine weitere Rolle, gerade wenn man die Preise für Fleisch mit Fleischersatz vergleicht, spielt auch, dass Fleisch künstlich billig gemacht wird. Und zwar durch staatliche Subventionen aus Steuergeldern. (Laut BUND waren das in den Jahren 2008 sowie 2009 eine Milliarde Euro jährlich, die für günstige Fleischpreise aufgewendet werden.) Würden diese Subventionen entfallen und dieses Geld stattdessen andersweitig eingesetzt z.B. zur Förderung umweltfreundlicher Alternativen (denn die Produktion von Fleisch verursacht eine ganze Menge Umweltschäden.), wären auch die Preise für Fleisch höher.

Nach der anfänglichen Experimentierphase hatte sich mein Kaufverhalten nach ein paar Wochen eingependelt. Irgendwann hat man, genauso wie früher auch, seine festen Produktgruppen, die dann im Einkaufwagen landen, sodass ich heute sagen kann, dass mich die vegane Ernährung keinesfalls mehr kostet als früher. Manchmal ist es sogar günstiger.
Doch gerade Grundnahrungsmittel wie Reis, Kartoffeln, Nudeln, Getreideprodukte und Haferflocken sind an sich sehr günstig und bieten eine gute Grundbasis für die verschiedensten Gerichte.

Allgemein kommt es aber hauptsächlich auf das individuelle Konsumverhalten an ob eine Ernährungsweise teuer ist oder nicht.

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