[Weihnachten – mit Traditionen brechen?] – Fleischlos statt Weihnachtsbraten!


Was ist eigentlich so ein typisch traditionelles Weihnachtsessen?

Ich denke am geläufigsten wird den meisten hierbei der Weihnachtsbraten oder Würstchen mit Kartoffelsalat sein. Manchmal gibt es auch Rouladen oder ein Käsefondue. Oder manchmal ist es auch ein Karpfen…
Der Weihnachtsbraten stammt dabei ursprünglich aus der Fastenzeit. So wurde damit das Ende dieser gefeiert. So  bestand die dazugehörige Dekoration dann auch meist aus zwölf Äpfeln, die je einen Apostel gewidmet waren und alle bösen Geister vertreiben sollten.
Doch mal ehrlich, wer fastet heute noch wie es damals getan wurde? Wenn, dann werden das eher wenige sein.

Eigentlich wird mit Weihnachten die Geburt Jesu Christ gefeiert.  Nach weitläufigem Verständnis ist es auch das Fest der Liebe. Deshalb, weil Christi Geburt sozusagen die Menschwerdung Gottes ist. So hat sich Gott in Jesus Körper den Menschen mitgeteilt, sich ihrer erbarmt und ihnen Heil geschenkt.

Doch was hat es mit Liebe zu tun, wenn nicht-menschliche Lebewesen für unsere Zufriedenheit leiden müssen? Wieso an Weihnachten nicht eine neue Tradition ins Leben rufen wie: Tieren Liebe schenken, indem man sie am Leben lässt?
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Allgemein sind Traditionen durchaus eine schöne Sache. Doch nichts, das man nicht auch mal hinterfragen kann oder darf. Denn nicht jede Tradition ist automatisch immer gut, nur weil sie halt „immer schon so“ praktiziert wurde.

Früher ist mir das nie so wirklich in den Sinn gekommen. So zum Beispiel die Frage warum man eigentlich bei solchen Festen immer irgendein totes Tier auftischt?
Daher gibt es zu diversen Anlässen meist als traditionelle Speise irgendeinen Braten, eine tote Gans, ein totes Huhn, ein totes Schwein, ein totes Rind vielleicht als Filet.
Vielleicht mag sich hierbei der eine oder andere an der Begrifflichkeit vom toten Tier stören. Doch im Endeffekt ist das ja nichts weiter als die Benennung des Offensichtlichen.

Warum feiern wir Feste, die auf Liebe und Dankbarkeit basieren sollen, heute noch mit dem Tod anderer Lebewesen? 

Gerade zur Weihnachtszeit werden nun wieder vermehrt Tierprodukte in den Einkaufswagen wandern. Seien es die Würstchen, eine Gans, ein Hähnchen oder ein Karpfen.
Wenn man an das denkt was da alles dahinter steckt, welches Leid diese Tiere meist durchmachen müssen um am Ende dem Gaumengenuss von uns Menschen zu dienen, dann ist das schon eher makaber. So feiern wir ein Fest, das von Liebe und Dankbarkeit handelt, auf Basis des Leides nicht-menschlicher Lebewesen. Früher war Fleisch etwas, das noch etwas besonderes war. Früher waren die Menschen von Viehzucht im Allgemeinen auch viel abhängiger als heute. Von daher hatte die Tradition des Weihnachtsbratens da noch durchaus einen nachvollziehbaren Sinn. Doch heute?

Wenn man sich Bilder wie diese ansieht, auch wenn das Bildmaterial schon älter ist, dann frage ich mich was das wirklich noch mit Liebe zu tun hat? Oder ob es heutzutage nicht eigentlich nur noch um Profitmaximierung geht?

Nun könnte man argumentieren, dass das ja Ausnahmen sein könnten oder dass es auch Gänse, Puten oder Enten oder auch andere Tiere gäbe, die sicherlich besser gehalten werden als hier demonstriert.
Für mich persönlich wäre es ehrlich gesagt nur eine mäßige Befriedigung mir das Gewissen mit der Art der Haltung schön zu reden. Schließlich ändert das ja nichts am Umstand, dass das Tier, ob gut gehalten oder nicht, am Ende sterben muss. Und auch bei beispielsweise vorbildlich durchgeführten Halal-Schlachtungen zeigt das Tier Fluchtverhalten, um am Leben zu bleiben. Oder hat jemand schon einmal gesehen, dass ein Tier freiwillig sterben wollte? Ist diese Vorstellung allein nicht irgendwo schon illusorisch?

Meiner Ansicht nach sind Traditionen ja schön und gut, können aber gerne auch nochmal überdacht werden. Vor allem da es mittlerweile auch einige Möglichkeiten gibt weihnachtlich lecker ohne Fleisch sowie Tierprodukte zu dinieren, wie der VEBU sowie PeTA zeigen.

Von daher: Wieso nicht mal mit Traditionen brechen und eine neue ins Leben rufen? Zum Beispiel: Fleischlos statt Weihnachtsbraten.

Was gibt es eigentlich bei euch dieses Jahr vegetarisch oder veganes zu Weihnachten? Oder was sind eure liebsten vegetarisch/veganen Weihnachtsrezepte? Und überhaupt, was ist eure Meinung zu dieser Art der Tradition?

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4 Kommentare zu „[Weihnachten – mit Traditionen brechen?] – Fleischlos statt Weihnachtsbraten!

  1. Hat dies auf Olet lucernam! rebloggt und kommentierte:
    Einige teilenswerte Gedanken zu Weihnachten und Fleisch habe ich bei Wir essen Pflanzen! gefunden. Warum ist ein immer noch so selbstverständlich, gerade an Festtagen die dicksten Braten aufzutischen? Für die, die dafür leiden müssen, gibt’s da nichts zu feiern.

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  2. Danke 😊
    Ein mega guter Beitrag, der die Menschen zum Nachdenken anregt! 👍

    Das hast Du echt schön geschrieben. Das ist schon einen Flyer wert, den man in der Fußgängerzone dieser Tag verteilen könnte 😀

    Besonders wird mir dieser Satz im Kopf hängen bleiben:

    Tieren Liebe schenken, indem man sie am Leben lässt!

    Es gibt viele tolle und leckere Sachen, die man zu Weihnachten machen kann. Muss man sich da festlegen oder kann man sich da nicht spontan, je nach Geschmack, entscheiden?

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