[Vegan mit Lebensmittelintoleranz] – Sojaunverträglichkeit.


Immer mehr Menschen leiden heutzutage an Lebensmittelunverträglichkeiten. So ist das Leben mit einer solchen auch nicht immer leicht und macht die Lebensmittelauswahl etwas schwerer…

Gerade dieses Thema ist mir in Zusammenhang mit einer veganen Ernährung inzwischen mehrfach begegnet. Wie soll man sich bloß vegan ernähren, wenn man bestimmte Lebensmittel aus gesundheitlichen Gründen gar nicht erst essen kann? Ist es dann nicht schon von vornherein vollkommen unmöglich sich vegan ausgewogen zu ernähren? Schließlich ist eine vegane Ernährung im Vergleich zu einer vegetarischen sowie mischköstlichen doch in der Wahl der Lebensmittelgruppen stark eingeschränkt. Da fällt so einiges weg. Und wo so einiges weg fällt, bleibt im Endeffekt doch nicht mehr viel übrig.

Bei einer Lactoseintoleranz (Unverträglichkeit gegen Milchzucker) hat eine vegane Ernährung klare Vorteile und bedarf nicht viel zustätzlicher Recherche. Denn als Veganer konsumiert man sowieso nichts, das Milch beinhaltet.
Bei anderen Lebensmittelunverträglichkeiten sieht das allerdings doch etwas anders aus.
Von daher dachte ich mir starte ich eine kleine Reihe zum Thema. Einfach um zu zeigen welche Möglichkeiten sich bieten, auf was man achten sollte und was man bedenkenlos genießen kann. Daher heute das Thema Sojaunverträglichkeit bzw. Histaminintoleranz.

Soja befindet sich in veganen Produkten in gehäufter Menge. Gerade in vielen Ersatzprodukten sowie als Inhaltsstoff in diversen anderen Lebensmitteln wie beispielsweise Süßigkeiten.

Nun wird Soja auch einiges an negativen Dingen nachgesagt. So zum Beispiel Soja führe zu Demenz, Osteoporose (Abbau der Knochendichte durch ein Ungleichgewicht an knochenaufbauenden (Osteoklasten) und knochenabbauenden Substanzen (Osteoplasten).), Krebs oder, am wohl geläufigsten – durch das im Soja enthaltene Phytoöstrogen würde das männliche Brustwachstum angeregt und die Entstehung von Impotenz gefördert.
Um es kurz auf den Punkt zu bringen: Wer keine Sojaunverträglichkeit hat, kann bedenkenlos 3 bis 5 Portionen Soja am Tag essen, ohne dabei gesundheitliche Einbußen befürchten zu müssen. Risiken sind nur dann gegeben, wie bei so vielem anderen auch, wenn man es mit der Menge übertreibt. Also, wenn man sich zum Beispiel nahezu ausschließlich von Sojaprodukten ernähren würde. Doch wer macht das schon? (Bis auf ein paar Einzelne vielleicht)

Zuerst einmal:

Was ist Sojaunverträglichkeit überhaupt?

Meistens ist es nicht die Sojabohne an sich, die eine Unverträglichkeit hervorruft, sondern vielmehr das Histamin. Denn normalerweise wird die Aminosäure Histidin in der Nahrung durch Bakterien oder Hefe zu Histamin abgebaut. Die Enzyme, welche das Histamin dann eigentlich abbauen sollen, sind jedoch bei einer Unverträglichkeit nicht richtig funktionstüchtig, sodass es zu einer pseudoallergischen Reaktion kommt.

Wie macht sich eine Sojaunverträglichkeit bemerkbar?

Die Hauptanzeichen einer Sojaunverträglichkeit machen sich im Magen-Darm-Trakt sowie im Mund- und Rachenraum bemerkbar und äußern sich u.a. in Form von Schwellugen im Mundbereich, Magenschmerzen, Durchfall bis hin zu Erbrechen.
Doch auch in ganz anderen Körperbereichen können Abwehrreaktionen auftreten. So zum Beispiel in Form von Atembeschwerden, Hautausschlag, Kopf- oder Gelenkschmerzen.

 

Muss Soja dann komplett gemieden werden?

Bei einer Allergie ist der Auslöser komplett tabu. Bei einer Unverträglichkeit gibt es oftmals einen individuellen Spielraum bzw. eine persönliche Toleranzgrenze, sodass das jeweilige Lebensmittel unterhalb dieser Grenze besser vertragen wird.

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Was ist bei einer Sojaunverträglichkeit weiter zu beachten?

So wie heutzutage bei nahezu allen Lebensmitteln, ist Soja in sehr vielen gängigen Lebensmitteln „versteckt“. Deklariert als Sojalecithin steckt es u.a. in Schokolade, Margarine, Brot und Backwaren sowie in vielen anderen Lebensmitteln. Insbesondere in vielen veganen bzw. auch vegetarischen Produkten. Von daher ist anzuraten einen Blick auf die jeweilige Zutatenliste zu werfen.

Soja verbrigt sich jedoch nicht nur als Sojalecithin, es verbirgt sich u.a. auch hinter Bezeichnungen wie Sojaeiweiß, Sojaprotein usw., sondern kann auch hinter „Pflanzenöl“, „pflanzliches Protein“ oder „Leguminosenmehl“ stecken. Auch hinter E322 in der Zutatenliste steckt Soja.

Was kann man bei einer veganen Ernährung mit Sojaunverträglichkeit essen und was sollte man besser meiden?

Soja.jpg

 

 

 

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3 Kommentare zu „[Vegan mit Lebensmittelintoleranz] – Sojaunverträglichkeit.

  1. Ich finde Deinen Beitrag auch super, da meine Tochter nicht nur gegen Soja, sondern auch gegen Hühnereiweiß und gegen Kuhmilch allergisch ist, da ist nicht so einfach Rezepte zu finden.
    Viele liebe Grüße
    Bettina
    👍👍👍👍👍

    Gefällt 1 Person

    1. Hey Bettina,

      freut mich wenn mein Blogbeitrag hilfreich ist . Danke dir :).
      Ja, das glaube ich dir, dass es da schwierig ist geeignete Rezepte zu finden. Gerade wenn man mehrere Lebensmittelintoleranzen hat.

      Lg

      Gefällt mir

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