Fastfood vs. Slowfood


Was ist Fastfood? Laut Definition erklärt sich der Begriff wie folgt:

Fastfood sind zubereitete Speisen, die für den raschen Verzehr produziert werden. Die Zeitspanne zwischen Bestellung und Erhalt des Produktes beträgt meist weniger als zehn Minuten. Der Begriff geht für viele Menschen auch mit dem Begriff von Junkfood einher.
Typische Gerichte hierbei sind u.a. Brat-, Brüh- oder Currywürste, Chicken Wings, Hotdogs, Fish and Chips, Hamburger, Pommes frites, Pizzen, Döner Kebab und Sandwiches.

Wir leben heute in einem Zeitalter, in dem nichts leichter ist, als sich mal eben irgendwo schnell was zum Mitnehmen zu holen. Zwar sind die angebotenen Mahlzeiten dabei nicht immer automatisch auch gleich gesund, sondern meist kalorienreich und das ganze Gegenteil davon, nichts desto trotz ist der Fastfood-Trend noch immer sehr beliebt. Wäre dem nicht so, würden sich Fastfood-Ketten wie McDonalds und Co. auch nicht so lange halten, wie sie es seit mittlerweile Jahrzehnten schon tun.

Die Frage dabei ist wohl jedoch: Wollen wir das? Langfristig gesehen? Wollen wir wirklich schnelles, ungesundes Essen, das nicht nur der Umwelt, sondern auch uns Menschen und Tieren schadet? Oder gibt es dazu nicht auch eine andere Alternative?

Ich muss ja ehrlich sagen, dass ich früher selber gerne zum Fastfood gegriffen habe. Und auch heute ernähre ich mich nicht immer ganz gesund. Und das ist auch in Ordnung. Ab und zu zumindest, so lange es nicht die Regel ist.
Nichts desto trotz, so praktisch Fastfood manchmal auch sein mag, es bleibt nicht ohne Folgen. Und dabei ist die Gesundheit der Menschen nur ein solcher Kritikpunkt. Wie bereits in meinem letzten Beitrag zum Thema Essstörungen angeschnitten, geht der gesundheitliche Trend unserer Gesellschaft immer mehr in Richtung Übergewicht. Und kalorienreiches, fettiges und zu salziges Essen ist da nur ein Faktor, der diesen Trend unterstützt. Doch davon abgesehen hat schnelles Essen in Form von Burgern und Co. auch Auswirkungen auf unsere Umwelt sowie Tiere. Auch diese Themen habe ich bislang wohl schon zu Genüge auf meinem Blog hier angeschnitten, sodass ich das wohl nicht weiter erläutern muss.

Doch wie oft denkt man beim Griff zum schnellen Essen darüber nach? Wie oft macht man sich Gedanken um die Kausalitätskette, die die eigene Essensentscheidung mit sich zieht?

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Etwas zur Geschichte des Fastfoods

Wer an die Geschichte des Fastfoods denkt, dem wird wohl als Erstes sowas wie die Eröffnung der ersten McDonalds Filiale einfallen. Denn die entstand am 15. Mai 1940, eröffnet von den Brüdern Mac und Dick McDonald in San Bernardino, Kalifornien.
Das Geschäft lief schon bald so gut, dass die Brüder mit dem Braten nicht mehr hinterherkamen. Um den anstürmenden Andrang bewältigen zu können, kündigten sie ihren bis dahin eingestellten Kellnerinnen und es wurde fortan nur noch an der Theke bestellt. Zu essen gab es dann nur noch Hamburger, Cheeseburger, Pommes und einen Nachtisch. Allesamt Gerichte, die schnell zuzubereiten und einfach vorzubereiten waren.
Die Nachfrage wuchs stetig und heute ist McDonalds ein Milliardenkonzern, der überall auf der Welt mit seinen Filialen vertreten ist.

Das wäre dann wohl die Geschichte des Fastfoods aus dem 20. Jahrhundert.

Dochh bereits in der Antike waren Vorläufer der Schnellrestaurants weit verbreitet. In größeren Städten gab es Läden, in denen man warmes Essen kaufen konnte; einige solcher Läden, die in ihrer Einrichtung modernen Fast-Food-Buden bereits erstaunlich ähnlich waren, wurden in Pompeji ausgegraben.
Imbiss-Stände, sozusagen antike Fast-Food-Buden, gab es beispielsweise auch schon vor über 2000 Jahren bei den Römern und Griechen in der Antike.
Auch im Mittelalter, besonders auf Märkten und Festen, gab es schon das schnelle Essen.

Fastfood ist in dem Sinne also nichts neues. Vielmehr ist es eine Art zu Essen, die es immer schon gab.
Nichts desto trotz gibt es inzwischen eine Art Gegenbewegung.

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Weg vom Schnellen, hin zum Regionalen und Saisonalen

Das Gegenpendant zum Fastfood bietet das sogenannte Slowfood.
Die Definition dazu liest sich wie folgt:

Slowfood steht für genussvolles, bewusstes und regionales Essen und bezeichnet eine Gegenbewegung zum uniformen und globalisierten Fastfood. Die ursprünglich aus Italien stammende Bewegung bemüht sich um die Erhaltung der regionalen Küche mit heimischen pflanzlichen und tierischen Produkten und deren lokale Produktion.

Lange Transportwege, abgerodete Regenwälder, Artensterben, Intensivtierhaltung, die mehr an Tierquälerei erinnert, als an sonst was, zu salziges und zu fettiges Essen… In der Moderne angekommen, wird es wohl auch langsam mal Zeit sich mehr Gedanken um das zu machen was einen umgibt und was daraus schlussendlich resultiert. So gibt es heute immer mehr Menschen, die weg vom Schnellen, hin zum Saisonalen und Regionalen tendieren. Menschen, die sagen, es ist wichtiger, ja, besser ortsansässige Unternehmen wie einheimische Bauern zu unterstützen, als irgendwelche Großkonzerne, die in Massen produzieren und sich im Endeffekt herzlich wenig für die Folgen ihrer Produktionen interessieren. Konzerne, die mehr an Profit und Expansion interessiert sind, als an Vernunft und Verantwortungsbewusstsein,

Die Entwicklung zum Slowfood ist ein guter Trend, der viel mehr Aufmerksamkeit erlangen sollte, wie ich finde. 

Denn Slowfood steht nicht nur für Produkte, die saisonal und regional sind, sondern auch für solche, die auf traditionelle oder ursprüngliche Weise hergestellt und genossen werden. Durch Slowfood sollen insofern regionale Wirtschaftskreisläufe gestärkt und Menschen wieder mehr an ihre Region gebunden werden. Eine Entwicklung weg vom Schnellen, hin zum Traditionellen sozusagen.

Eine gute Übersicht hierzu schafft beispielsweise diese Infografik hier:

Infografik zu Slow Food

Infografik zu Slow Food Travel - Alpe Adria Kärnten

Für mich persönlich bedeutet Moderne nicht nur, dass ich als Mensch heute mehr konsumieren oder von neuen technischen Errungenschaften profitieren kann. Es bedeutet für mich auch, mit den zur Verfügung gestellten Ressourcen bewusster umzugehen.

Oder wie seht ihr das? Was sind eure Tendenzen? Fastfood oder doch lieber Slowfood?

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2 Kommentare zu „Fastfood vs. Slowfood

  1. Gesunder Mix machts, obwohl ich seit dem Tumorgedöns kein BK oder gar McD mehr besucht habe 😱 gibt’s jetzt zum Mittag 🤔😁 regionales ist immer besser für alle 🙂 filmtipp bezüglich McD: „The founder“ 😉

    Gefällt mir

    1. Hey :),

      sehe das genauso wie du. Wenn man etwas mehr auf Regionales und Saisonales achtet, ist schon gut was getan. Auch in Sachen Gesundheit :).
      Und danke für den Tipp. Werde mir die Doku bei Zeiten mal anschauen :).

      Lg und schönes Wochenende

      Gefällt 2 Personen

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