Bewusstes heizen?


Auch wenn das Wetter gerne mal wechselhaft ist (und da soll noch einer sagen den Klimawandel gäbe es nicht…), so merkt man schon langsam, dass es kälter wird. Und damit wird wieder geheizt. Gerne vielleicht auch mal bis zum Anschlag aufgedreht. Doch wenn es einem um Nachhaltigkeit geht, wie heizt man da eigentlich richtig?
Denn laut Umweltbundesamt ist der Energiesektor in Privathaushalten mit 84,9 Prozent (Stand aus dem Jahr 2016) die größte Quelle anthropogener Treibhausgasemissionen. Im Gesamtanteil macht unser Energieverbrauch zur Beheizung und Warmwasseraufbereitung ca. 14 Prozent der Gesamtemissionen aus.
So ist die Höhe der Emissionen natürlich auch von der Art des Heizsystems, ihrem Alter sowie der Gebäudeisolierung und weiteren Faktoren abhängig.
Nichts desto trotz, wir alle können der Umwelt zuliebe ein Stück weit nachhaltiger heizen.

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Bewusstes Heizen

Jedes Grad spart Energie

Es wird wohl jedem klar sein, dass bewusstes Heizen so viel bedeutet wie weniger.
Wenn man stets den Regler bis zum Anschlag aufdreht, so ist es zwar immer kuschlig war, aber es verbraucht auch wesentlich mehr Energie. Und gerade diese gilt es einzusparen.
Gute 22 °C sind als Raumtemperatur vollkommen ausreichend.

Bewusst heizen heißt nicht, dass man auf den Comfort warmer Räumlichkeiten verzichten oder gar frieren muss, nur weil jedes Grad weniger Energie einspart. Es bedeutet vielmehr Wärmeenergie clever für sich zu nutzen.
So macht es beispielsweise keinen Sinn Räume zu beheizen, die man nicht regelmäßig nutzt. Die Küche muss man theoretisch gar ncht beheizen. Denn durch die Nutzung von Elektrogeräten wie dem Herd oder Ofen wird der Raum während des Kochens schon nahezu von alleine beheizt. Allerdings sollte man ebenfalls darauf achten, dass Räumlichkeiten nicht kälter als 15°C werden, da sonst die Gefahr für Schimmelbildung gegeben ist. Und seine Gesundheit gefährden muss man nun auch wieder nicht.

Der richtige Zeitpunkt

Typischerweise beginnen wir Deutschen im Oktober zu heizen und hören im April damit auf.
Bewusst bzw. nachhaltig zu heizen bedeutet insofern auch später mit der Raumerwärmung zu beginnen und früher damit wieder aufzuhören.

Auch bei Einbruch der Nacht kann man einiges tun, um die Wärme innerhalb der Räume zu erhalten. So ist es auf jeden Fall sinnvoll die Rollläden an Fenstern nach Einbruch der Dunkelheit herunter zu lassen. Denn so isolieren die Fenster besser, wodurch einem Wärmeverlust entgegen gewirkt werden kann.

Richtig lüften

Ein sehr wichtiges Thema. Und auch etwas, das ich früher gerne einmal falsch gemacht habe. Fenster auf Dauerkipp. Und am besten noch bei laufender Heizung.
Sinnvoller ist es hierbei die Fenster lieber ein paar Mal täglich für ein paar Minuten komplett aufzumachen und währenddessen den Thermostat auszuschalten. Das gute, alte Stoßlüften sorgt damit für einen kompletten Luftaustausch.

fenster

Damit sich die Wärme im Raum auch nützlich verteilen kann, sollte man auch darauf achten Heizkörper möglichst frei zu halten. Denn, stellt man Regale oder andere Möbelstücke davor, muss der Heizkörper mehr Energie aufwenden. Zudem verteilt sich die Wärme dann, aufgrud der Blockade, nicht vollständig im Raum.

Gut, doch wie sollte man die Heizung nun am besten einstellen?

Tagsüber für eine Raumtemperatur von etwas über 20°C bietet sich eine Einstellung von 2 bis 3 an. In ungenutzten Räumen, bei ca. 15°C reicht eine Einstellung von 1.
Und nachts ist es durchaus sinnvoll die Temperatur zu reduzieren. So reicht hierbei eine Einstellung zwischen 1 und 2.  Dies gilt auch dann, wenn man tagsüber die Wohnung verlässt um zur Arbeit zu gehen.
Denn gerade bei kalten Außentemperaturen sowie je nach Stand der Gebäudeisolierung kann es mehr Energieaufwand bedeuten, die Heizung nachts oder beim Verlassen der Wohnug ganz auszuschalten und später wieder auf einen Mittelwert von 2 bis 3 einzuschalten.

Die Sache mit der heißen Luft

Wichtig ist es auch zu überprüfen ob sich Luft in der Heizung befindet. Und sollte das  der Fall sein diese richtig zu entlüften. Denn sonst kann das warme Wasser nicht in den Heizkörper aufsteigen und die Heizung bleibt kalt.

Wer es jedoch warm haben möchte, sollte sich in den kalten Wintermonaten lieber wärmer anziehen, statt sich in überheizten Räumen aufzuhalten. Denn gerade das ist alles andere als gesund. Stattdessen lieber eine Lage mehr, sich vielleicht in eine warme Decke einkuscheln, oder es sich mit einer Wärmflasche gemütlich machen.

warm

Heizen ist komplex

Dies hier können nur allgemeine Tipps sein, wie man im Alltag etwas bewusster handeln kann. Denn das Thema rund ums Heizen ist sehr komplex und hängt von mehreren Faktoren ab, wie beispielsweise dem Alter und Typ des jeweiligen Heizsystems uvm.

Weitere nützliche Anregungen zum Thema finden sich aber auch hier:

Umweltbundesamt
CO2-Online
BUND

 

 

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5 Kommentare zu „Bewusstes heizen?

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