Warum tragen Veganer kein Leder, Wolle, Daunen…?


Vegan zu leben bedeutet nicht nur keine Tierprodukte zu essen. Wenn man aus der Überzeugung heraus vegan lebt, dass man sich nicht mehr an der Ausbeutung von Tieren beteiligen möchte, dann ist das eine Lebenseinstellung, nach der sich so gut wie alle Bereiche des Lebens orientieren. Somit auch das was man am Körper trägt und was man konsumiert.
Bei mir ist das jedenfalls so. So ist die vegane Küche für mich nur ein Teilaspekt dessen worum es hier eigentlich geht. (Deshalb ist Veganismus auch nicht nur ein Essverhalten.) Das bedeutet für mich daher auch, dass ich auf Leder, Wolle, Seide, Pelz, Daunen usw. verzichte. Denn auch Leder, Wolle, Daunen wie Pelz bedeuten Tierqual.
Vor allem aber stehen uns mittlerweile etliche tierleidfreie Alternativen zur Verfügung, sodass wir heute kein Echtleder und auch keinen Echtpelz mehr tragen müssen. Das ist der Vorteil unserer modernen Zivilisation. Nichts desto trotz müssen noch immer Tiere für Modezwecke hinhalten. Doch, muss das wirklich sein?

Nehmen wir zum Beispiel WOLLE. Viele werden dabei wohl denken, dass es Schafen nicht schadet geschoren zu werden. Doch, ist dem wirklich so?
WolleDie meiste Schafwolle wird vorwiegend in Australien sowie China und Neuseeland produziert. Zur Wollproduktion werden speziell gezüchtete Merinoschafe (und das zu Millionen) mit sehr faltiger Haut verwendet, damit ihnen noch mehr Haare wachsen. Merinoschafe werden häufig von Fliegen befallen, deren geschlüpfte Larven die Schafe praktisch von innen auffressen. Doch anstatt weniger dieser Schafe zu züchten, schneiden australische Farmer den Lämmern beim sogenannten „Mulesing“ oftmals handflächengroße Hautstücke von ihrem Hintern. All das meist ohne Betäubung.
Die Schur zur Wollgewinnung ist eine Akkordarbeit. Und, wie so oft bei Arbeiten dieser Art, werden die Tiere während der Schur alles andere als sanft behandelt. Doch nicht nur Schafe werden geschoren. Auch Alpakas, Angora-Kaninchen oder Cashmere- und Mohair-Ziegen werden schmerzhaft fixiert und ihrer Wolle beraubt. Bei nachlassender Wollproduktion werden die Tiere, wie in der Milch-, Ei- oder Fleischindustrie auch, beim Schlachter entsorgt.

Museling
Mulesing

Wer also denkt, einen Pullover aus Schafs- oder Angora-Wolle zu stricken oder eine Wollmütze im Laden zu kaufen sei nicht mit Tierleid verbunden und somit als harmlos zu betrachten, der irrt. Auch für die unschuldig anmutende Wolle müssen Tiere leiden.
Näheres dazu auch in diesem Video von PeTA.


Eine weitere Sache wäre dann wohl LEDER.
Dass hierfür Tiere leiden müssen ist wohl ziemlich offensichtlich. Die globale Lederindustrie schlachtet jährlich etwas mehr als eine Milliarde Tiere und verarbeitet ihre Häute dann weiter zu Bekleidung, Modeartikeln und Möbeln. Dabei durchlaufen die Tiere im Endeffekt genau dasselbe Schicksal wie die Tiere in Massentierhaltung. Sie werden in überfüllten Ställen gehalten, ihnen werden ohne Betäubung die Schwänze abgeschnitten und sie werden auf die gleiche, schmerzhafte Art und Weise enthornt, wie kastriert. Und zu guter Letzt folgen dann der Transport zum Schlachthof sowie die anschließende Schlachtung.

Man kann im Grunde sagen, dass in der heutigen Zeit nahezu das ganze Tier wieder verwertet wird. Zum Beispiel ein Rind. Ungefähr die Hälfte des getöteten Tieres dient der Fleischproduktion. Der Rest des Kadavers geht in die Produktion von Nebenprodukten wie u.a. Blut und Fette sowie Organe, die zu Tierfutter verarbeitet werden. Oder tierische Herzklappen, die an die Pharmaindustrie weiter verkauft werden.
Auch die Milchindustrie steht in direktem Zusammenhang mit der Lederindustrie. So werden beispielsweise die männlichen Kälber, die ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen werden, zu Kalbsleder verarbeitet. So bezahlen nicht nur Kühe und Rinder für die Ledergewinnung mit ihrem Leben, sondern auch Pferde, Schafe, Lämmer, Ziegen und Schweine.

Doch auch exotische Tiere werden ihrer Häute wegen getötet. So werden Alligatoren im großen Stil gezüchtet um schlussendlich als Schuhwerk oder Tasche zu enden. Kängurus werden jährlich millionenfach abgeschlachtet, um zu Schuhen verarbeitet zu werden. Schlangen und Eidechsen werden für Schuhe, Handtaschen und Uhren oft lebendig gehäutet. So werden z.B. Pythons ein Schlauch in den Mund eingeführt und man pumpt sie mit Wasser voll, um die Haut zu lösen. Viele Schlangen sind oft auch noch bei vollem Bewusstsein, wenn man sie mit Haken oder Nägeln durch den Kopf an einen Baum schlägt und ihnen die Haut vom Körper zieht.

Ein weiterer, wichtiger Aspekt ist auch, dass das Gerben von Leder für erhebliche Umweltschäden sowie gesundheitliche Belastung beim Menschen sorgt.
Schon allein deshalb würde ich kein Leder mehr kaufen. Teilweise stehen, in Ländern wie Bangladesh beispielsweise, Kinder in den Gerbereien. Und das ohne adäquate Schutzbekleidung in Lachen aus toxischen Chemikalien. Alles nur, weil die Produktion von Leder in Ländern wie Bangladesh am billigsten ist. Dafür ruinieren sich 8- oder 9-jährige Kinder dauerhaft die Gesunheit, weil sie das Geld, das sie beim Gerben verdienen, zum Überleben benötigen. Und dafür gelangen dann auch noch die ganzen Gerbereiabwässer, welche u.a. Substanzen wie Chrom, Proteine, Haare, Salze, Kalkschlamm, Sulfide und Säuren ins Grundwasser und in Flüsse und verschmutzen damit die Umwelt.

Wer mehr zu Leder wissen möchte, folgendes Video liefert Informationen in Bewegtbildform:


Weiter ginge es dann mit meinem Lieblingsthema: PELZ.
Warum meinen sich in der heutigen Zeit noch prominente Persönlichkeiten wie Kim Kardashian oder Sängerin Rhianna mit den Fellen toter Tiere „schmücken“ zu müssen? Gerade solche Persönlichkeiten hätten die Mittel dazu wirklich etwas zu bewegen und sich für etwas Sinnvolles stark zu machen. Stattdessen promoten diese Damen den sinnlosen Tod leidensfähiger Lebewesen für Modezwecke. Grandiose Leistung!
Um ehrlich zu sein kann ich nicht mal nachvollziehen wie man Kunstpelz tragen kann. Für mich hat das einfach zu viel direkte Ähnlichkeit mit toter Tierhaut als jetzt beispielsweise Kunstleder. (Doch das ist nur mein persönliches Empfinden.)

Nichts desto trotz, wie wird Pelz jetzt eigentlich produziert?

Leiden für Pelz.
Leiden für Pelz.

Gut 80 Prozent aller Felle für die Pelzindustrie stammen von Tieren, die in Gefangenschaft sowie zu Tausenden auf Pelzfarmen gehalten werden. Dabei spielt es dann auch keine Rolle ob die Pelze aus Ländern wie China, Nordamerika oder Europa stammen. Die Praktiken sind nahezu überall dieselben. Und, genauso wie in der Massentierhaltung, gilt auch hier: Es geht um Profit, nicht um das Wohlergehen der Tiere!
Die Tierarten, die am häufigsten auf Pelzfarmen gehalten werden, sind u.a. Nerze, Füchsen, Chinchillas, Luchse, Kaninchen, Hunde, Katzen und auch Hamster werden für den Pelzhandel gezüchtet.

Weil, wie bereits erwähnt, Profit über das Wohl der Tiere geht, werden diese praktisch ihr ganzes Leben in winzige und viel zu enge Drahtgitterboxen gesteckt, in denen sie sich kaum bewegen, geschweige denn ihren natürichen Verhaltensweisen nachgehen können. Zudem müssen die Tiere dann auch meist noch in ihren eigenen Ausscheidungen (Kot wie Urin) verweilen.
Die Qual solcher Lebensbedingungen führt bei den Tieren beispielsweise dazu, dass sich Füchse, Waschbären und andere Tiere selbst verstümmeln und sich Beißwunden an Haut, Schwänzen und Füßen zufügen. Sie werden dabei sogar zu Kannibalen, die ihre Artgenossen und ihren Nachwuchs aufessen. Andere bewegen sich verzweifelt hin und her oder unaufhörlich im Kreis.

Wenn die Tiere diese klägliche Form von „Leben“ hinter sich gebracht haben, werden sie schließlich gewaltsam aus dem Käfig gezerrt, auf den Boden geworfen und mit Knüppeln erschlagen. Oftmals sind die Tiere jedoch noch bei vollem Bewusstsein, wenn sie an den Hinterbeinen oder am Schwanz aufgehängt werden, um das Fell über den Körper gezogen zu bekommen. Teilweise werden die Tiere während ihres Leidenskampfes noch von Mitarbeitern getreten und geschlagen, damit diese sauber schneiden können.

Nachdem den Tieren das Fell über den Kopf gezogen wurde, werden diese dann teils noch lebendig, keuchend und hächelnd, auf einen Haufen mit anderen enthäuteten Tierleichen geworfen.
Ja, Echtpelz zu tragen ist schon was Tolles. So kann man sich auf jeden Fall sicher sein, dass man 100-prozentige Tierquälerei am Körper trägt. Schick, nicht?

Hier auch etwas Bewegtbildmaterial:


Ein weiterer wichtiger Aspekt, wenn es um die Frage geht, warum Veganer keine Tierhäute tragen, wären zu guter Letzt noch DAUNEN.

daunenDabei werden die Tiere bei lebendigem Leib, den Kopf zwischen die Beine eines Mitarbeiters geklemmt, gerupft, um an die unterste Federschicht – die sogenannten Daunen – zu kommen. Man kann sich das in etwa so vorstellen als wie wenn einem jemand die Haare büschelweise vom Kopf abreißt, bis man nur noch eine Glatze hat. Und das alles für ein paar kuschelige Decken, Kissen oder Jacken.
Oftmals werden den Tieren hierbei die Flügel gebrochen oder Hautlappen herausgerissen. So werden diese Wunden dann entweder ohne Betäubung mit Nadel und Faden zugenäht oder sie werden auch überhaupt nicht behandelt.

Näheres zur Daunenproduktion in diesem Video:


Alles in allem leben wir heute in einer Zeit, in der wir Tiere nicht mehr quälen und erst nicht mehr ausbeuten müssen. Das gilt für unsere Ernährung, genauso wie für unser Konsumverhalten. Es gibt mittlerweile unzählige tierleidfreie Alternativen. Welche Ausreden gibt es dann also noch Tieren all das oben Geschilderte zuzumuten?

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34 Kommentare zu „Warum tragen Veganer kein Leder, Wolle, Daunen…?

      1. Stimmt, es gibt es noch einige Baustellen. Ich denke das ist alles auch eine Sache der Aufklärung. Desto mehr die Leute über die Hintergründe dieser Industrien wissen, desto weniger wird die Mehrheit der Verbraucher das wohl unterstützen wollen. Auch wenn es bis dahin noch ein langer Weg ist…

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      2. Das finde ich manchmal auch sehr schade. Vor allem aber, weil sich so nichts ändert.
        Alles was man tun kann ist halt dennoch nicht aufgeben und seine Energie in die Leute zu investieren, die ein offenes Ohr haben und Interesse zeigen etwas ändern zu wollen. Man kann halt nicht alle dazu bewegen gleich was zu ändern. Bei manchen dauert es halt etwas länger.

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  1. Was ich mich bei Kunstleder oft Frage: Es wird künstlich hergestellt…kann das dann überhaupt gut für die Umwelt sein?

    Das soll nicht heißen, dass ich Echtleder bevorzuge. Lieber dann auf beides verzichten ^^

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    1. Kunstleder wird hauptsächlich aus Materialien, die aus textilen Geweben mit einer Beschichtung aus Kunststoffen wie PVC, Polyurethan oder Polyester bestehen hergestellt. Problematisch für die Umwelt ist, dass die Kunststoffe, die hierbei verwendet werden, auf Erdöl-Basis sind, was zu Problemen bei der späteren Entsorgung führt.
      Doch, wenn man sich genauer damit auseinader setzt, dann ist es nicht nur die Kunstlederjacke oder das Paar Schuhe aus Kunstleder, welches aus Erdöl hergestellt wird. In einem Buch mit 300 Seiten steckt beispielsweise ca. 0,2 Liter Erdöl-Derivat. In jeder 1 Liter PET Flasche steckt z.B. ca 0,3 Liter Erdöl usw. usf.

      Wenn es darum ginge auf Erdöl zu verzichten, dann müsste man dabei wesentich mehr Dinge beachten als nur das Tragen von Sachen aus Kunstleder. Das fängt dann beim Fahrradsattel an, geht über zum Handy, dem PC uvm.

      Da halte ich Kunstleder dann für die bessere, doch vor allem ethisch vertretbarere Version als Echtleder.

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      1. Ich dachte da jetzt speziell an Autositze, da gibt es ja Materialien wie Alcantara 😀
        Aber eigentlich ist das mit Autos und vegan/vegetarisch eh so eine Sache. Deswegen ist das ein anderes Thema 😀

        Danke für die Info, wie gesagt, habe mich das schon öfters gefragt, aber nie Zeit/Lust gehabt mich damit zu beschäftigen ^^

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      2. Stimmt, was Autos angeht gibt es da mittlerweile Stoffe wie Alcantara oder Amaretta, die echtem Leder ziemlich gut nahe kommen und eine Alternative darstellen…

        Freut mich, wenn ich helfen konnte ;).

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      3. Finde Alcantara sogar besser als Echtleder. (Liegt wohl daran dass ich Leder sowieso nicht mag – Also das Material an sich schon). Außerdem ist Alcantara nach meinem Informationsstand pflegeleichter.

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  2. Sollte man nicht auch mal an das Leid der vielen Menschen denken, die durch eine vegane Lebenshaltung anderer arbeitslos werden (könnten)? MIt dem Kauf von BIO-Produkten oder direkt vom Bauern/Erzeuger kann man vielen Menschen helfen und ein Vorbild sein. Auch Wolle oder Milch kann ohne Tierleid erzeugt werden. Das sollte man unterstützen. Die generelle Verweigerung hilft niemandem, im Grunde auch den Tieren nicht. Manchmal denke ich, dass eine vegane Lebenshaltung nur als Möglichkeit gesehen wird, billig zu leben ohne im Supermarkt einkaufen zu müssen, weil man sich teures Bio-Fleisch etc. nicht leisten kann.
    Sorry, wenn ich Euch auf den Schlips trete mit meiner ganz persönlichen Meinung. Wollte keinem Menschen Leid zufügen. Aber das musste mal raus!
    LG
    Ulrike

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    1. Hallo Ulrike und danke für deinen Kommentar :),

      Ich gehe an dieser Stelle mal auf die einzelnen Aspekte ein:

      Der Markt orientiert sich an Angebot und Nachfrage. Sinkt die Nachfrage an einer Stelle, bietet dies die Möglichkeit für das Angebot neuer Produkte an anderer Stelle. Durch solche Weiterentwicklungen werden dann auch wieder neue Berufsbilder geschaffen. (So wie in anderen Bereichen auch.)

      Milch wird nach aktuellen Prozedere sowie aktueller Nachfrage alles andere als tietfreundlich erzeugt. Auch Biomilch nicht.
      Kühe werden hierzu jedes Jahr auf sogenannten Rape Racks (Rape steht für deutsch: Vergewaltigung. Dieser Begriff stammt aus der Viehzucht, nicht von Veganern) künstlich befruchtet um ein Kalb zu gebären um dadurch Milch zu geben. Das beginnt ab dem zweiten Lebensjahr. Nach durchschnittlich 4-5 Geburten werden die Kühe im Alter zwischen 5-7 Jahre getötet. Entweder weil sie unter den Strapazen des ständigen Gebärens zusammenbrechen oder weil sie nicht genug Milch geben oder nicht mehr schwanger werden. Eine Kuh hat jedoch eine durchschnittliche Lebenserwartung von 20 bis 25 Jahren. Dieses Schicksal ereilt auch Biokühe. Obendrein werden männliche Nachkommen im Kalbsalter getötet, weil sie keine Milch geben und ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen und in eine separate Box (Kälberiglu) gesteckt.

      Man könnte prinzipiell sagen wir trinken Kälbern die Muttermilch weg. Denn diese werden mit Milchaustauscher gefüttert, nicht mit der Milch ihrer Mütter.
      Eine leidfreie Produktion von Milch wäre nur dann möglich wenn wir, statt wie heute durchschnittlich 85 kg Milchprodukte pro Jahr, höchstens ein Glas Milch pro Monat trinken würden.

      Davon abgesehen, nach derzeitigen Praktiken wird Wolle nicht ohne Tierleid produziert. Ideal wäre natürlich das Gegenteil. Doch auch dabei müsste die globale Nachfrage bescheidener und die Praktiken anders werden.

      Biofleisch kaufe ich nicht, weil ich Fleisch nicht essen möchte, aber auch das Töten von Tieren ablehne. Dasselbe gilt für Milchprodukte wie Eier. Denn auch für Milch und Eier müssen die Tiere leiden wie sterben. Und das möchte ich nicht unterstützen.
      Mit einem „Mangel an finanziellen Mitteln“ hat das nichts zu tun.

      Lg Cordula

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  3. Wer Fleisch isst, sollte wissen woher es kommt.
    Wer Pelz trägt, sollte den Hintergrund kennen.
    Wer Leder trägt, sollte wissen, woher das stammt.

    Früher dankte man dem Tier für das Opfer, das es gebracht hat, heute geht man in den Markt und kauft anonym.

    Es steht jedem frei selber zu entscheiden, aber man sollte sich dennoch der Konsequenzen für sich selber und des Tieres gegenüber bewusst sein.

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  4. Es kommt immer drauf an würde ich sagen. Bin mir nämlich nicht immer sicher ob immer bio drin is wo es drauf steht. Ich hol mir daher z.b. Fleisch, Eier und Milch lieber direkt vom Erzeuger wo ich sehe wie die Tiere gehalten werden. Kauf ich es bei aldi z.b. könnten die mir ja viel erzählen. Wobei das Fleisch aus lidl oder Aldi ja eh ein Thema für sich ist. Billig und auf Masse.

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    1. Na ja, ich sage es mal so: Bio ist zwar etwas besser als Massentierhaltung. Die Tiere haben da etwas bessere Haltungsbedingungen, doch die Praktiken zur Erzeugung von Tierprodukten wie Fleisch, Milch und Eiern sind auch bei Bio die gleichen wie in Massentierhaltung. Und auch für Bio-Eier und Bio-Milch mussen die Tiere leiden und werden schlussendlich getötet.
      Falls es dich interessiert, ich habe hier mal was zu Eiern geschrieben: https://wiressenpflanzen.wordpress.com/2015/06/26/warum-essen-veganer-keine-eier/
      Und hier zu Milch: https://wiressenpflanzen.wordpress.com/2015/07/01/warum-trinken-veganer-keine-milch-2/

      Alles wofür man bei Bio oder direkt beim Erzeuger bezahlt sind bessere Haltungsbedingungen. Mehr nicht. Auch wenn die Tiere draußen rumlaufen oder Kühe mal auf der Weide stehen.

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      1. Wie gesagt, Bio bedeutet bessere Haltungsbedingungen. Mehr nicht. Man kann heutzutage keine Tierprodukte konsumieren ohne, dass die Produktion mit Tierleid verbunden ist. Ist halt die traurige Wahrheit…

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      2. Das ist aber die traurig Entwicklung der Gesellschaft. Und da müssen alle mitziehen um etwas zu ändern.

        Vor 200 Jahren z.b. hat man auch Tiere gegessen. Und da ging es ums blanke überleben. Jedoch war man dort noch dankbar und hat nicht auf Masse produziert wie es heute ist. Traurig aber wahr.

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      1. Die Praktiken bei Bio sind prinzipiell die gleichen wie in der Massentierhaltung. Von daher ist Bio meiner Ansicht nach eher ein Label zur Gewissensbefriedigung. Es klingt schön, sodass man sagen kann die Tiere hatten „ein schönes Leben“, bevor sie getötet werden. Aus ethischer Sicht betrachte ich das jedoch nicht als wirklich besser. Die Tiere haben etwas mehr Platz, sehen vielleicht etwas öfter mal das Tageslicht, aber das war es dann auch schon.Leiden und am Ende sterben müssen sie auch bei Bio.

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      2. Okay, ich hab da eher an Vegetarier gedacht, die ihre Milch und Eier bio kaufen. Aber die Tierhaltung werden wir wohl nie vollständig abschaffen können, da Veganismus – so weit ich weiß – für Kinder oder Schwangere nicht empfohlen wird. Der ursprüngliche Gedanke von Tierhaltung war mal, den Tieren Schutz vor Raubtieren zu bieten und im Gegenzug Eier und Milch von ihnen zu verlangen. Heute sind wir die Raubtiere. Außerdem sehe ich ein anderes Problem. Kühe z.B. bleiben meist nicht an einen Ort. Es könnte also passieren, dass die Tiere in unsere Städte kommen. Dann haben nicht nur wir ein Problem, sondern auch die völlig verwirrten Kühe. Persönlich bin ich aber dann doch Veganer.

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      3. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) spricht sich bislang nicht für eine vegane Ernährung während Schwangerschaft, Stillzeit, Säuglings- sowie Kleinkindesalter aus. Die Academy of Nutrition and Dietetics (AND) ist da anderer Ansicht und meint, dass eine vegane Ernährung auch während dieser Lebensphasen den Nährstoffbedarf der menschlichen Physiologie decken kann.
        Bis vor 15 Jahren war man auch noch skeptisch ob eine vegetarische Ernährung unbedenklich wäre. Heute sagt die DGE, dass eine vegetarische Ernährung für alle Lebensphasen und Lebenszyklen des Menschen geeignet ist.
        Wir wissen heute noch nicht alles und lernen daher immer noch dazu. Von daher kann sich da noch was tun.

        Das Prinzip von Geben und Nehmen ist heute mehr nur noch ein der Mensch nimmt. Vielleicht wird sich die Tierhaltung nicht vollkommen abschaffen lassen. Was unsere westliche Zivilisation betrifft, müssen wir die Tierhaltung jedoch langfristig gesehen drastisch runter fahren. So wie heute können wir jedenfalls nicht dauerhaft weiter machen.

        Für Vegetarier, die Bio kaufen, gilt meiner Ansicht nach dasselbe wie bereits gesagt. Man zahlt für bessere Haltungsbedingungen. Trotzdem müssen auch für Bio Milch und Bio Eier Tiere leiden und sterben.

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      4. die DGE spricht sich offiziell (noch) nicht dafür aus, es wurde jedoch durchaus schon eingeräumt, dass eine gesunde Ernährung für Kinder und Schwangere auch vegan sein kann, wenn sie durchdacht ist (das Durchdenken scheinen sie aber nicht jedem zuzutrauen, deshalb wollen sie wohl offiziell kein Risiko eingehen und plädieren lieber weiter dafür, dass Kindern mit artfremder Muttermilch der Grundstein für spätere Krankheiten in die Wiege gelegt wird..;) )

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      5. Habe bisher eigentlich auch eher Quellen gefunden, die behaupten Vegan im Babyalter sei gefährlich. Ich glaube durchaus, dass auch vegan für Babys möglich ist. Allerdings ist das ein kritisches Alter indem bei Mangelernährung viel versaut werden kann…da würde ich (so sehr ich vegan auch richtig finde) lieber auf Nummer sicher und würde hier auf bewährtes setzen, bis sichergestellt ist, dass vegan im Babyalter TATSÄCHLICH die bessere Wahl ist. Vegetarisch ist ja auch ein guter Anfang.

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  5. Für wolle muss man ja niemand töten, dass ist im Sommer ja eher eine Befreiung wenn Schaf rasiert wird und Glatze trägt. Aber was macht Schaf wenn es im Sommer kalt und regnerisch ist? Sich n Feuerchen machen zum heizen? Oder sich ein Lammfell vom Kollegen borgen?

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    1. Es ist ein Irrglaube, dass für Wolle kein Tier leiden müsse, denn praktisch alle für Wolle gehaltenen Schafe landen am Ende beim Schlachter.
      Desweiteren würden Schafe ohne die Einmischung des Menschen nur soviel Wolle wachsen, wie sie benötigen, um sich vor Kälte, Regen und anderen Witterbedingungen zu schützen. Zu denken der Mensch würde dem Schaf durch Schur der Wolle etwas Gutes zu tun, ist im Prinzip ein Irrglaube.

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