Thema Essstörungen


Kein leichtes Thema. Vielmehr eine schwere Kost. Etwas, mit dem man vielleicht schon einmal in Berührung gekommen ist. Sei es durch mediale Berichterstattung, das Internet oder vielleicht auch persönliche Erfahrung. Jedenfalls ein ernstes Thema. 
Da es in meinem Blog viel um Ernährung geht, ist das hier etwas, das mir sehr am Herzen liegt. Denn die Spirale einer Essstörung kann einen schneller in ihren Sog ziehen als man denkt. Und dabei spielt es dann keine Rolle ob wir hier von Magersucht, Bulimie, Esssucht oder neuerdings sogenannter Orthorexie sprechen. Eine Essstörung macht sich nicht zwangsläufig nur durch Untergewicht bemerkbar. Es kann viele Gesichter und somit auch viele verschiedene Ausmaße annehmen.

Und dabei beginnt der Verlauf einer solchen nicht immer nur mit einer klassischen Diät und der Orientierung an irgendwelchen Models aus irgendwelchen Zeitschriften, wie gerne mal propagiert. Es kann auch den anderen Weg gehen. Zum Beispiel, dass man seit kleinauf lernt Gefühle mit Essen als Mittel der Belohnung zu kompensieren. Oder Essen aus Langeweile, vielleicht weil man sich einsam fühlt, vielleicht auch zum Abbau von Stress. Egal wie hart die Welt draußen auch immer sein mag, Essen gibt Komfort, ein positives Gefühl. Vielleicht hat man auch kein Sättigungsgefühl und weiß nicht wann es an der Zeit ist mit dem Essen aufzuhören.

Ich finde oft, dass in Diskussionen um Essstörungen genau diese Aspekte zu sehr außer Acht gelassen werden. Als bestünde das Spektrum solcher aus nicht mehr als den klassischen Krankheitsbildern Magersucht und Bulimie. Doch das Thema umfasst so viel mehr.

 

 

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Essen oder Nichtessen ist heute ein größeres Thema denn je.

Wenn man von Ernährung spricht, dann lässt das Wort Diät nicht lange auf sich warten. So locken dann gerne Zeitschriften oder Werbespots mit irgendwelchen schnellen Abnehmversprechen. Als Beispiel soll man ganze Mahlzeiten mit irgendwelchen Shakes ersetzen. Oder nur noch irgendwelche Säfte trinken. Oder sich sogar irgendwelche Schwangerschaftshormone spritzen. HCG-Diät nennt sich das dann. Oder besonders beliebt heutzutage – Lowcarb. So gut wie jeder redet heute davon auf seine Kohlenhydrate zu achten, doch die meisten, die das tun, wissen noch nicht einmal warum.

Doch die zentrale Frage sollte wohl sein: Wie ernährt man sich denn nun gesund und ausgewogen? Indem man statt einer Mahlzeit einen Shake aus der Tüte trinkt?
Hierbei geht es meiner Ansicht nach noch nicht einmal um die Frage ob man nun Tierprodukte essen sollte oder nicht. Vielmehr geht es heutzutage darum, dass wir als Gesellschaft insgesamt verlernt haben was gesunde Ernährung oder ein gesunder Bezug zu Essen überhaupt ist.

Doch der zentrale Punkt warum sich immer mehr Menschen Gedanken ums Abnhemen machen ist wohl, dass sie Kontrolle wollen. Manche wollen dabei gerne einen Ausweg aus dem Jojo-Dilemma, wollen einfach ein sogenanntes Geheimrezept, das einfach umzusetzen ist und schnelle Erfolge verspricht.  Denn wie gesagt in einer Gesellschaft von Fastfood, Lowcarb und Diätshakes ist es schwer den Überblick zu behalten.

Das Bestreben abnehmen zu wollen kommt nicht von ungefähr. Und sogenannte Trigger (Auslöser) sind dabei nicht immer irgendwelche Models oder Promis. Sondern ganz simpel der Wunsch nach einer Lösung für ein bestehendes Problem. Prognosen sagen beispielsweise, dass wir immer gewichtiger werden. So heißt es u.a. in folgender Studie, dass die Zahl der stark Übergewichtigen in den letzten 40 Jahren deutlich zugenommen hat. Galten 1975 noch 105 Millionen Menschen als deutlich zu dick, waren es 2014 641 Millionen.

Laut dieser Studie sind etwa ein Prozent der Männer und zwei Prozent der Frauen krankhaft übergewichtig (BMI über 40). Demnach haben 55 Millionen Menschen so viel auf den Rippen, dass grundlegende Funktionen ihres Körpers, wie das Atmen, beeinträchtigt werden.
So auch die Prognose der Forscher: Setzt sich diese Entwicklung weiterhin so fort soll ab 2025 jeder 5-te Mensch weltweit stark übergewichtig sein mit einem BMI über 30.

 

 

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Bodypositivity, nicht wahr?

Früher waren es Magermodels, die negative Schlagzeilen machten. Denn Untergewicht, und das weiß jeder, ist ungesund. Vor allem, da inzwischen Magersucht zum Beispiel schon längst kein Fremdwort mehr ist. Doch was ist mit dem Gegenteil davon?

Vor einigen Jahren machte das Model Isabelle Caro mit riesigen Plakatwänden ihres ausgehungerten Körpers auf die Folgen von Magersucht aufmerksam. Einer Krankheit, der sie schlussendlich selbst zum Opfer fiel und schlussendlich daran starb.
So einprägend solche Bilder sind, an anderer Stelle werden andere Bilder wiederum als positiv zelebriert. Als gutes Beispiel für eine Generation von Frauen, die sich so akzeptieren wie sie sind. Doch ist das wirklich die Message oder nicht eine ganz andere?
Allen voran ein gutes Beispiel für sogenannte Bodypositivity, das Model Tess Holiday.
Es ist eine gute Sache dafür einzustehen, dass man auch mit etwas mehr auf den Rippen hübsch sein kann. An anderer Stelle sollte man jedoch nicht außer Acht lassen, dass ein Gewicht von 140 Kilo und mehr auch gesundheitliche Risiken mit sich bringt.

Denn an anderer Stelle gibt es wieder Menschen, die genauso viel wiegen wie Plus-Size-Model Tess, aber gerne abnehmen würden. Menschen, die unter ihrem Gewicht leiden und das als alles andere als positiv empfinden.
Im schlimmsten Fall kann auch Übergewicht, ähnlich wie das Gegenpendant, außer Kontrolle geraten und das Leben Betroffener stark beeinträchtigen. Seien es tagtägliche Schmerzen in den Gelenken, Atemprobleme bei Nacht, Folgeerkrankungen die Diabetes oder überhaupt letztendlich die Einschränkung bei der Bewälitgung ganz simpler Alltäglichkeiten.

Insbesondere der Youtuber Boogie2988 zeigt in seinen Videos dabei immer wieder, dass ein Übergewicht wie seines kein Spaß ist. In diesem hier erzählt er beispielsweise davon, dass er zum Einen unter einer Posttraumatischen Belastungsstörung leidet mit immer wiederkehrenden Ängsten, die er mit Essen versucht zu kompensieren. So erzählt er, wann immer die Ängste wiederkehren, ist sein erster Griff der zum Essen. Desweiteren leidet er unter einer sogenannten Obsessive Compulsive Eating Disorder. So beschreibt er auch, dass er anfangs sich keine Gedanken um sein Gewicht machte. Doch als er versuchte dagegen zu steuern, probierte er es mit allen möglichen Diäten wie Lowcarb, Keto, Paleo sowie auch Veganer Ernährung. So wie wohl jeder, der versucht gegen sein Übergewicht anzukämpfen, sind viele dieser Diätversuche jedoch nach anfänglichen Abnehmerfolgen gescheitert. Manche seiner Versuche dauerten nicht mal mehr als 24 Stunden an.
So beschreibt er auch mitunter die Folgen seines Übergewichts, wie Rückenschmerzen, Oder dass er auch schon nekrotisierende Wunden hatte und somit weiß was Schmerzen sind.
Alles in allem berichtet er, dass er heute aufgrund seiner Rückenschmerzen kaum in der Lage ist zu gehen und dass ein Leben mit einem Gewicht wie dem seinen alles andere als ein Spaß ist, wie manche Gegenpendants versuchen zu vermarkten.

Wie soll man also damit umgehen?

Bodypositivity bedeutet für mich, dass man jeden so akzeptieren soll wie er ist. Dass man sich selbst so annehmen soll wie man ist. Dass man nicht perfekt sein muss und das okay ist. Denn wir alle sind verschieden und jeder hat so seine Problemzonen. Selbst die, die in den Augen anderer vielleicht makellos erscheinen mögen und keinen Grund hätten etwas an sich zu kritisieren, tun es. Von daher ist Bodypositivity durchaus etwas Gutes.
Es bedeutet zu sich zu stehen und nicht irgendwelchen Idealen entsprechen zu wollen.
Doch man sollte auch realistisch sein wo die Grenze ist. Wo Bodypositivity nicht mehr prositiv, sondern vielleicht sogar gefährlich und fragwürdig ist.

 

Ein kurzer Überblick – Anorexie, Bulimie, Othorexie und Binge-Eating-Disorder.

Was sind nun die einzelnen Essstörungen? Wie entstehen sie? Was charakterisiert sie?
An dieser Stelle daher ein kleiner Überblick.

Abnehmen

1.) Anorexia Nervosa

Die Anorexia nervosa oder Magersucht genannt, ist eine psychische Störung aus dem Bereich der seelisch bedingten Essstörungen. Unterschieden werden kann innerhalb der Anorexie zwischen restriktivem Typus, bei dem die Nahrungsaufnahme verringert wird, und dem Purging-Typus, bei dem zusätzlich das Gewicht durch Erbrechen verringert wird

Symptome:

Viele an Anorexia Erkrankte haben mitunter sogenannte Körperschemastörungen. Das bedeutet, selbst bei deutlichem Untergewicht empfinden sich Betroffene nach wie vor als zu dick und nehmen sich auch so wahr.
Weitere Symptome der Anorexie sind die selbst herbeigeführte Gewichtsreduktion, meist durch Essensverzicht sowie sportliche Leistungen. Desweiteren ist das Selbstwertgefühl von Betroffenen nicht oftmals stark durch berufliche oder schulische Leistungen gekennzeichnet, sondern auch vor allem durch die Kontrolle des eigenen Gewichts.
Der sogenannte Purging-Typus bedient sich zur Gewichtsreduktion zusätzlich zur Restriktion des Essens, durch vorsätzlich herbeiheführtes Erbrechen sowie oftmals auch durch den Missbrauch von Laxantien (Abführmittel), Appetitzüglern, Diuretika sowie Klistieren.

Diagnose

Kriterien nach ICD-10:

  • Tatsächliches Körpergewicht mindestens 15 % unter dem zu erwartenden Gewicht oder Body-Mass-Index von 17,5 oder weniger (bei Erwachsenen)
  • Der Gewichtsverlust ist selbst herbeigeführt durch Vermeidung von energiereicher Nahrung und zusätzlich mindestens eine der folgenden Möglichkeiten:
  • selbstinduziertes Erbrechen
  • selbstinduziertes Abführen
  • übertriebene körperliche Aktivität
  • Gebrauch von Appetitzüglern und/oder Diuretika
  • Körperschemastörung in Form einer spezifischen psychischen Störung
    Endokrine Störungen, bei Frauen manifestiert als Amenorrhoe, bei Männern als Libido- und Potenzverlust
  • Bei Beginn der Erkrankung vor der Pubertät ist die Abfolge der pubertären Entwicklung gestört (Wachstumsstopp, fehlende Brustentwicklung)
Folgen:

Magersucht kann mitunter schwere körperliche Folgen mit sich bringen. Davon abgesehen ist Anorexia eine Krankheit, die im schlimmsten Fall tödlich enden kann.
So können im Verlauf der Erkrankung u.a. folgende Folgen auftreten:

Herz-Rhythmus-Störungen, welche die Folge eines plötzlichen Herzstillstandes mit sich ziehen kann sowie ein verlangsamter Herzschlag und niedriger Blutdruck. Desweiteren kann es zu Unterzuckerung, Blutarmut, Unfruchtbarkeit, niedriger Konzentration von Schilddrüsenhormonen sowie auch zu Osteoporose und Niereninsuffizienz kommen. Durch zusätzliches Erbrechen kann es dann noch zu Erosionen durch Magensäure sowie Karies kommen.

Gerade bei langjährigen Erkrankungen kann es mitunter zu bleibenden, körperlichen Schäden kommen, die schlussendlich irreversibel sind.

 

2.) Bulimia nervosa

Bulimie oder auch Ess-Brech-Sucht genannt, beschreibt eine Essstörung, die von immer wiederkehrenden Heißhungerattacken mit anschließendem selbst herbeigeführten Erbrechen einher gehen. Betroffene weisen hierbei, anders als bei Magersucht, oftmals ein Normalgewicht auf.

Symptome:

Bulimie-Betroffene sind meist normalgewichtig, können aber auch unter- oder übergewichtig sein. Ein typisches Merkmal sind Essanfälle, nach denen sogenannte gegenregulatorische Maßnahmen ergriffen werden, um eine Gewichtszunahme zu vermeiden: Hierzu zählen selbstinduziertes Erbrechen, Hungern, extreme Diäten, exzessiver Sport, der Missbrauch von Laxantien (Abführmitteln) und Brechmitteln.
Zwischen den Ess-Brech-Attacken können mehrere Tage liegen. Es kann aber auch Phasen geben, in denen die Betroffenen mehrere Ess-Brech-Anfälle an einem Tag haben.
Oftmals geht Bulimie auch in Komorbidität mit Alkohol-, Medikamenten- oder Drogenabusus, Selbstverletzendem Verhalten oder Depressionen einher.
Bulimie kann sich dabei auch aus einer voran gegangenen Anorexia entwickeln.

Diagnose:
Kriterien nach ICD-10:
  • Andauernde Beschäftigung mit Essen, unwiderstehliche Gier nach Nahrungsmitteln.
  • Essattacken, bei denen in kurzer Zeit sehr große Mengen an Nahrung konsumiert werden.
  • Versuch, dem dickmachenden Effekt von Nahrungsmitteln durch verschiedene ausgleichende Verhaltensweisen entgegenzusteuern: selbst herbeigeführtes Erbrechen, Missbrauch von Abführmitteln, zeitweilige Hungerperioden, Einnahme von Appetitzüglern, Schilddrüsenpräparaten oder Diuretika. Bei Diabetikerinnen kann es zur Vernachlässigung der Insulinbehandlung kommen.
  • Krankhafte Furcht, dick zu werden, und eine scharf definierte Gewichtsgrenze, die, weit unter dem prämorbiden Zustand, medizinisch als „gesund“ betrachtet wird.
  • Häufige Vorgeschichte einer Episode mit Anorexia nervosa mit einem Intervall von einigen Monaten bis mehreren Jahren. Diese Episode kann voll ausgeprägt gewesen sein oder eine verdeckte Form mit mäßigem Gewichtsverlust und/oder einer vorübergehenden Amenorrhoe.
Folgen:

Im Langzeitverlauf kann es u.a. auch zu Herzrhytmusstörungen, Nierenschäden, Störungen des Electrolythaushalts sowie zu Pankreatitis und Entzündungen der Speiseröhre kommen.

 

3.) Orthorexia nervosa

Alles in allem handelt es sich dabei um eine Form der Essstörung, bei der die Betroffenen sehr darauf bedacht sind sich möglichst gesund zu ernähren.

In der Medizin ist bis dato jedoch umstritten ob es sich dabei wirklich um ein Krankheitsbild handelt oder nicht vielmehr um einen obzessiven Lebensstil. Von daher ist der Begriff Orthorexie auch noch nicht so lange existent und erst in den letzten paar Jahren populär bzw. gebräuchlich geworden.

Symptome:

Das wohl markanteste Symptom ist die übertriebene Obzession mit einer möglichst gesunden Ernährungsweise. Hierbei tritt dies häufig bei bestimmten Ernährungsformen wie der Paleo-Ernährung oder der Rohkost. Aber auch andere Ernährungsformen können hierbei gesundheitlich obzessiert werden.

Diagnose:
  • Die Störung dauert über einen längeren Zeitraum an.
  • Es gibt bedeutende negative Auswirkungen auf die Lebensqualität des Betroffenen, z. B. soziale Isolation.
  • Ständiges Kreisen der Gedanken um das Essen
  • Schuldgefühle, falls vom Ernährungsplan abgewichen wird.
  • Gefühl der Überlegenheit, Missionierungseifer, um andere von seiner Ernährung zu überzeugen.
  • Schwere Gesundheitsschäden bis hin zum Tod können die Folge sein.
Folgen:

Ähnlich wie bei anderen Essstörungen auch, kann es, je nach Verlauf und Dauer der Erkrankung, zu verschiedenen körperlichen Folgen kommen.

 

4.) Binge-Eating-Störung oder Esssucht:

Die Binge-Eating-Störung ist eine Essstörung, bei der es zu Heißhungeranfällen (Fressanfällen) mit Verlust der bewussten Kontrolle über das Essverhalten kommt. Im Gegensatz zur Bulimie werden anschließend keine Gegenmaßnahmen unternommen, sodass längerfristig meist Übergewicht die Folge ist.

Diagnose:
  • mindestens zwei Essanfälle pro Woche über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten
  • Kontrollverlust während der Lebensmittelaufnahme mit Verlust des Sättigungs­gefühls
  • sehr hohe Energiezufuhr durch Lebensmittel bei einem Essanfall
  • extrem hastiges Essen („schlingen“)
  • Essen bis zu einem starken Völlegefühl
  • der Essanfall wird nicht durch starken Hunger ausgelöst
  • nach dem Essanfall treten Schuld- und Schamgefühle auf, teilweise bis zur Depression
  • die Betroffenen leiden unter den Essanfällen

Befragungen von Betroffenen legen den Schluss nahe, dass die Essanfälle ausschließlich psychisch bedingt sind und überwiegend durch negative Gefühle, Stress oder Langeweile ausgelöst werden

Folgen:

Die wohl offensichtlichste Folge regelmäßiger Essattacken ist die Gewichtszunahme und damit entstehendes Übergewicht. Und somit auch die mit Übergewicht einhergehenden Langzeitfolgen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, erhöhter Blutdruck usw. An dieser Stelle ist es jedoch wichtig zu erwähnen, dass nicht jeder von Übergewicht Betroffene automatisch unter Esssucht leidet. Die meisten von Adipositas Betroffene nehmen kontinuierlich mehr Kalorien durch Nahrung auf, als sie verbrauchen, jedoch nicht anfallsweise.

WICHTIG an dieser Stelle zu erwähnen finde ich ist, dass nicht jeder, der übergewichtig ist, automatisch dazu neigt zu viel zu essen. Manchmal kann es auch sein, dass Menschen mit Übergewicht durchaus weniger Kalorien zu sich nehmen als manch Normalgewichtiger. Insofern gilt nicht für jeden automatisch dasselbe. 

 

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Fazit:

Wie bereits gesagt, Essstörungen können viele Gesichter haben. Und der Weg heraus ist oftmals alles andere als leicht. Manchmal kann es mitunter Jahre dauern bis zur Genesung. Und selbst dann kann es immer wieder Momente geben, die einen auf die Probe stellen.

Was gesunde Ernährung ist, muss jeder letzten Endes für sich selbst herausfinden. Denn letzten Endes geht es darum einen gesunden Bezug zu Essen zu erlernen. Egal von welcher Essstörung man nun spricht.
Für mich persönlich empfinde ich die vegane Ernährung beispielsweise als sehr positiv. Manch einer mag vielleicht sagen, dass Ernährungsweisen, die gewisse Lebensmittel vom Speiseplan streichen zu restriktiv sind und damit wiederum gestörte Ernährungsweisen fördern. An anderer Stelle sehe ich das so, dass der Hauptteil der veganen Ernährung aus gesunden Lebensmitteln wie viel Obst und Gemüse besteht. Sofern man sich natürlich ausgewogen vegan ernährt. So kann das Bewusstsein sich selbst gesunde Lebensmittel zuzuführen einem mitunter das schlechte Gewissen nehmen und somit einen gesünderen Bezug zu ausgewogenem Essen ermöglichen. Zumindest geht es mir so.

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25 Kommentare zu „Thema Essstörungen

  1. Hallo Cordula,
    danke für deinen Artikel, der genau in mein Horn der Aufklärung und Prävention gegen Essstörung bläst. Leider werden noch immer diese Fakten ignoriert und findet wenig, bis gar keine Aufmerksamkeit. Vieles wird sogar in den Medien nicht ganz korrekt dargestellt oder gar verharmlost. Nicht selten wird eine Essstörung lediglich auf Magersucht und etwas auf Bulimie begrenzt. Den Facetten der gefährlichen Sucht sieht kaum einer gern ins Auge.
    Die Medien sind das eine, die persönlichen Erfahrungen das andere und die Hilfe sowie Sichtweisen des Umfeldes wieder komplett etwas anderes.
    Sonnige Grüße
    Michaela

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    1. Hallo Michaela,

      ich kann dir da nur zustimmen. Es wird noch immer viel zu sehr alles auf bestimmte Essstörungen reduziert. Dabei ist das Thema dermaßen breit gefächert.
      Es geht nicht einfach nur um irgendwelche Schönheitsideale oder dergleichen. Sondern oftmals um Kompensation oder auch Kontrolle. Da steckt einfach so viel mehr dahinter.
      Doch oftmals wird so getan als seien bestimmte Dinge in Ordnung, andere jedoch kritisch. Sodass die Folgen mancher Komponenten bei einem von beidem schlichtweg ignoriert werden.

      Lg

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  2. Wenn man in den Spiegel sieht und eine fette Sau sieht wo einmal ein schlanker Mensch stand wird es Zeit sich Gedanken zu machen. Kinder machen das richtig, sie hänseln ihre dicken Mitschüler damit diesen ihr Fehlverhalten bewußt wird. Nicht die anderen Kinder sind schuld. Man selbst stellt sich mit seinem Eßverhalten außerhalb der Gesellschaft. Dicke Menschen sollen aufhören den Fehler bei anderen zu suchen.

    Magersucht ist ein ganz anderes Thema. Sie betrifft neben ein paar Leistungssportlern fast ausschließlich Mädchen. Der typische anorektische Haushalt ist geprägt von einem hohen Leistungsdruck im schulisch beruflichen und im sozialen Bereich. Meistens ist die Mutter sehr dominant. Es kann dann ein Photo in einer Modezeitschrift, der Kommentar einer Freundin oder eine Bemerkung von Vater oder Bruder beim Fernsehen über den Arsch einer Moderatorin ausreichen um regelrecht einen Schalter im Kopf des Mädchens umzulegen.

    Kommt es im Laufe der Magersucht zu Eßdurchbrüchen so wird nach wegen der Kompensation gesucht. Die Folge ist Bulimie oder Alkoholismus. Alkoholismus im Zusammenhang mit Eßstörungen wird bisher von der Fachwelt nicht rezipiert wobei unbestritten ein Zusammenhang besteht.

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    1. Nun ja, ich persönlich finde, dass es falsch ist andere Menschen zu hänseln. Egal wegen was. Gerade negative Ressonanz kann auch die Flucht ins Essen und damit zusätzliches Übergewicht fördern. Denn wenn man von Essstörungen spricht, so kann auch das sogenannte Binge-Eating eine Kompensation für negative Außeneinflüsse sein. Ganz so einfach jemanden einfach hänseln und der soll halt abnehmen ist das dann nun auch wieder nicht. Und die Schwächen eines anderen rechtfertigen meiner Ansicht nach auch nicht das Fehlverhalten anderer.
      Auch aus Magersucht kann sich zum Beispiel eine Esssucht entwickeln, die nicht durch Erbrechen wie bei Bulimie kompensiert wird und dann zu Gewichtszunahme führt. Wäre es dann hierbei auch hilfreich denjenigen zu hänseln er solle abnehmen?

      Bulimie und Alkoholkonsum oder andersweitiger Substanzmissbrauch stehen teilweise durchaus in Verbindung miteinander. So zum Beispiel bei bestimmten psychischen Erkrankungen. Doch nicht jeder mit Bulimie ist zudem alkoholabhängig.

      Wie gesagt Essstörungen können viele Gesichter haben.

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  3. Eigentlich wild, dass dieses Thema in unserer heutigen Zeit so stark vorhanden ist. Gesunde Ernährung würde bedeuten zu essen, wenn man hungrig ist und aufzuhören, wenn man satt ist, zu essen was einem der Appetit, also das Gehirn vermittelt, denn wenn man darauf hört, weiß man was der Körper gerade braucht, es sei denn man hat es verlernt. Die wenigsten Menschen können das allerdings und auch diejenigen die sich genau so ernähren müssen nicht automatisch das optimale Gewicht auf die Waage bringen. Es ist schwer, denn es beginnt schon in der Erziehung. „Wenn du nicht aufisst gibt es keinen Nachtisch“ ist nur ein Beispiel. Lässt man sein Kind selbst entscheiden was und wieviel es isst, kann es oft zu wenig und unausgewogen sein, drängt man es jedoch dazu aufzuessen, wird es später vielleicht irgendwann verankerte Essverhalten haben, die zu Störungen führen. Belohnungen durch Naschereien, übertriebener Gesundheitswahn, Verweigerung von Süßem usw…es ist nicht einfach und ich sehe es sowohl in meiner Familie, an mir, meinem gesamten Umfeld, ich begegne beinahe niemandem mehr, der ein gesundes Essverhalten an den Tag legt.

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      1. Ja genau das ist es eben… sowohl Verweigerung als auch Zwang sind beides schlecht, aber wie soll man Kindern nun richtiges Essverhalten beibringen? Die Sorge, das Kind würde zu wenig essen, wenn es einfach nur dann isst, wenn es hungrig ist, ist ja auch bei vielen gegeben. Es geht ja auch um Wachstum und Entwicklung…

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    1. Hey,

      du sprichst hier ein paar sehr gute Punkte an, wie ich finde. Und deine Erfahrung kann ich auch nur teilen.
      Übertriebener Gesundheitswahn ist mindestens genauso schädlich wie alles aufessen zu sollen. Entweder werden dann gewisse Lebensmittel als ungesund verteufelt oder aber es kann sdin man verlernt was ein gesundes Sättigungsgefühl ist. Durch Essen als Belohnung wiederum kann es sein man lernt später negative Gefühle mit Essen zu kompensieren usw. Doch es ist ja nicht nur die Erziehung die eine Rolle spielt, auch andere äußere Einflüsse wie z.B. Mobbing oder familiäre Probleme können zur Entstehung eines gestörten Essvrrhaltens beitragen.

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      1. Durchaus, da bin ich ganz bei dir. Ich frage mich nur, ob Menschen, die in ihrer Erziehung mit „richtigem Essverhalten“ groß geworden sind, gewisse Probleme im späteren Leben auf andere Art und Weise kompensieren oder ob dieses Verhalten in jeder Lebensphase auftreten kann. Es ist doch absurd, das ein natürlicher lebenserhaltender Vorgang zu solchen schwerwiegenden Proiblemen führen kann. Aber auf der anderen Seite verstehe ich das gut, da ich mich schon eine längere Zeit mit dem Thema auseinandergesetzt habe.

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      2. Ich denke man kann auch mit einem gesunden Bezug zu Essen groß werden, sodass es letztendlich nicht allein an der Erziehung als Auslöser liegt.
        Ich denke jedoch, dass eine Essstörung auch nicht jeden treffen muss. Vielmehr kann eine solche eine Art der Kompensation für verschiedene zugrunde liegende Auslöser sein. Denn meistens geht es bei einer Essstörung mitunter um Kontrolle. Bei Magersucht die Kontrolle, dass man selbst bestimmt was man sich erlaubt und was nicht, die Kontrolle über die Zahl auf der Waage und somit über sich selbst. Essensverzicht als Form der Stärke sozusagen und Essen als Versagen. Bei Bulimie ist es dann wiederum auf der einen Seite der Kontrollverlust, der dann jedoch wieder durch Gegenmaßnahmen wieder hergestellt wird/werden so
        Im Endeffekt ist jede Form der Essstörung eine gewisse Art der Sucht. Es mag für manch einen absurd erscheinen, dass etwas, das uns eigentlich am Leben erhalten soll schaden kann. Doch oftmals empfindet man das in einem solchen Moment, wenn man in einer Essstörung drin steckt vielleicht nicht so. Zumindest nicht bis man sich letztendlich der Tragweite wirklich bewusst wird.

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  4. Du schreibst, dass nicht automatisch jeder Übergewichtige zu viel isst.
    Doch ist es leider so.
    Du ergänzt, dass ein Normalgewichtiger manchmal mehr isst als ein Übergewichtiger.
    Ja, das stimmt.
    Beim Übergewichtigen ist das Problem, dass er über seinen Bedarf ist. Der mag niedriger sein als bei einem Normalgewichtigen, weil er sich z.B. wenig bewegt und wenig Muskelmassen besitzt wohingegen der Normalgewichtige viel Sport treibt und ausgeprägte Muskeln besitzt und zusätzlich bei jeder Gelegenheit herumzappelt.
    Wenn ich also zu viel auf die Waage bringe, dann habe ich mehr gegessen als ICH brauche. Wenn gleichzeitig mein Mann genausoviel isst wie ich, aber Gewicht verliert, so braucht er schlicht deutlich mehr als ich. Und selbst wenn wir uns gleich viel bewegen beliebt das so. Denn er ist 16 cm größer als ich (Grundumsatz von Haus aus höher) und hat als Mann grundsätzlich einen geringeren Fettanteil und mehr Muskeln im Verhältnis zur Körpermasse.
    Also: Maßstab ist man nur sich selbst. Bin ich zu dünn, hab ich (für mich) zu wenig gegessen. Bin ich zu dick, hab ich (für mich) zu viel gegessen.
    Ich habe, wenn ich unzufrieden bin zwei Stellschrauben: weniger essen oder mehr verbrauchen. Und das ist schon alles.
    Dass es mitunter trotz dieser einfachen Tatsachen unendlich schwer ist Gewicht zuzulegen, zu halten oder zu verlieren will ich damit in keiner Weise leugnen.
    Aber jemand der zu viel wiegt hat einfach zu viel gegessen.

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    1. In Hinsicht auf den Grundumsatz stimme ich dir zu. Es kann durchaus sein, dass der Grundumsatz eines Übergewichtigen geringer ist als der eines Normalgewichtigen. Und selbstverständlich spielen da auch weitere Faktoren mit ein wie das Geschlecht, die berufliche Tätigkeit, ob man Sport macht oder nicht, Körpergröße usw.
      Nichts desto trotz kann es wirklich passieren, dass man zunimmt obwohl man weniger isst als das Klischee es vielleicht impliziert. So zum Beispiel wenn man immer wieder Diäten macht und damit zu wenig isst als man eigentlich benötigen würde.
      Der Grundumsatz ist anpassungsfähig. Das bedeutet, wenn der Körper immer wieder weniger Kalorien zugeführt bekommt als er eigentlich benötigt, so kann eine Art Gewöhnungseffekt stattfindet. Um die fehlende Nahrungsenergie auszugleichen, baut der Körper u.a. Muskelmasse ab. Fehlende Muskelmasse senkt zugleich auch den Grundumsatz. Parallel dazu fährt der Körper seinen gesamten Stoffwechsel herunter. Der Körper ist notgedrungen in der Lage seinen Grundumsatz bis zur Hälfte seines Normalwertes abzusenken. Und das mitunter auch dauerhaft. Je öfter man also Diäten macht und man unter seinem Mindestkalorienzufuhr isst, desto besser gewöhnt sich der Körper an diese „Hungersnöte“. So kann es dann in der Tat passieren, dass man schon zunimmt ohne wirklich zu viel zu essen bzw. wie es oft heißt zu viel zu essen. Und dann seinen Körper wieder „umzuprogrammieren“ ist gar nicht so leicht.
      Die Reduktion des Grundumsatzes nennt sich hierbei Hungeradaption, resultierend aus dem sogenannten Hungerstoffwechsel.

      Lg

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      1. Nun ja, ich habe das Buch „Fettlogik überwinden“ gelesen. Die Autorin hat von 150 kg auf 65 kg abgenommen. Sie hat sich intensiv mit den Studien zu Hungerstoffwechsel beschäftigt (listet alle Quellen auf) und sie kommt zu dem Schluss, dass es sowas wie einen Hungerstoffwechsel tatsächlich nur gibt, wenn man einen Mangel an essentiellen Nährstoffen erleidet. Dies passiert, wenn man zu wenig Eiweiß zuführt, was der Körper nicht selbst produzieren kann und wenn man nicht genug Fette zuführt, die beispielsweise für die Aufnahme bestimmter Vitamine zuständig sind. Auch ein Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen kann den Körper in einen Notmodus schicken, bei dem er dann Muskulatur abbaut. Achtet man auf eine ausreichende Zufuhr der essentiellen Nährstoffe, dann tut der Körper bei reduzierter Kalorienzufuhr nur eines: überschüssiges Körperfett abbauen. Der Stoffwechsel, also die Körperfunktionen wie Herzschlag, Atmung und Verdauung fährt der Körper nur bei einer Mangelernährung runter. Und Mangel heißt aber eben nicht per se wenig Kalorien, sondern auch eben zu wenig von den wichtigen. Und so weit, wie man denkt, kann der Körper seine Grundfunktionen nicht herunterfahren.
        Wenn ich meine Muskeln täglich benutze, dann wäre mein Körper ja schön blöd, erst die abzubauen und das Fett weiter zu speichern. Man stelle sich vor ein Jäger in der Steinzeit hätte bei einer Hungerperiode zuerst Muskeln verloren. Da wäre die nächste Beute ja nur um so schwerer zu kriegen gewesen. Weniger Körperfettanteil kann dagegen die Leistungsfähigkeit sogar erhöhen, so lange er nicht unter einen kritischen Wert fällt (siehe Anorexie).
        Kannst dich ja mal auf der Seite von der Autorin umsehen. Ist hier bei WordPress „fettlogik.wordpress.com“

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      2. Hey,

        keine Sorge, du spamst mich nicht zu ;).

        ich habe mich jetzt etwas auf der Seite umgesehen und ein paar Beiträge von ihr durchgelesen. Über das Buch möchte ich mir kein Urteil erlauben, da ich es nicht gelesen habe.

        Nun ja, was Mangelerscheinungen betrifft, so stimme ich dir zu, dass es immer noch auf die Art der Ernährung ankommt. Ob man sich beispielsweise einseitig, also nur von ein paar Produkten, oder abwechslungsreich ernährt. Aber auch die Kalorienmenge spielt dabei jedoch meiner Ansicht nach eine entscheidende Rolle. Wenn man sich beispielsweise von nur 1200 kcal pro Tag ernährt, kann man sich auch durchaus gesund ernähren, es wird jedoch schwer dauerhaft auf die empfohlenen Richtwerte für Vitamine, Mineralstoffe etc zu kommen. Einfacher ist es mit höheren Kalorienanteilen. Und bei höheren Kalorienmengen beispielsweise 1700 kcal täglich muss man auch nicht zwangsweise viel Protein zuführen. Ein solcher Mangel entsteht tatsächlich nur bei einer Mangel- oder Unterernährung.

        Was mich an dieser Stelle einmal interessiert: Wenn die Autorin auf Protein und ausreichend Fette hinweist, welche Ernährungsweise verfolgt sie selbst? Und was sind ihre weiteren Empfehlungen?

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      3. Die Autorin hat wohl mit einer 500 kcal Diät (Magerquark, Hühnchen, Gemüse) die ersten 40 oder 50 kg verloren und dabei mit Vitamin- und Mineralstoffpräparaten ergänzt (weil das nicht anders machbar war). Ab so um die 100 kg hat sie dann auf 1000 kcal erhöht (weil sie sonst nicht genug Eiweiß gehabt hätte) und isst mittlerweile um die 2000 (alles worauf sie Lust hat) treibt aber jetzt viel Sport, macht viel Krafttraining. Genaue Ernährungsempfehlungen gibt sie nicht, weil sie sagt, dass jeder hierzu seinen Weg finden muss. Sie hatte wohl sehr großen Leidensdruck (Knieprobleme) und wollte möglichst schnell ihr Gewicht soweit reduzieren, dass sie überhaupt mit dem Sporttreiben anfangen konnte. Sie hat wohl sehr engmaschig ihre Blutwerte kontrollieren lassen und dann mit Pillen aufgefüllt, was sie mit Essen nicht abdecken konnte.

        Dass man mit 1000 kcal ohne Nahrungsergänzungsmittel auf Dauer nicht auskommt, denke ich auch. Wäre für mich also auch kein Weg.
        Hab selber grad 6,5 kg abgenommen mit im Schnitt 1750 kcal am Tag bei etwa 40% Kohlehydraten, 20 % Eiweiß und 40 % Fett. Das Ärzteblatt empfiehlt mittlerweile auch diese Aufteilung und übt dabei deutlich Kritik an der DGE.

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      4. Hi,

        ja, das mit den 500 Kalorien am Tag hatte ich auch gelesen. Na ja, was Nahrungsergänzungsmittel angeht, so ist es gesundheitlich nicht zu empfehlen diese dauerhaft oder über einen längeren Zeitraum als Ersatz oder sogar Zusatz zu seiner Ernährung zu konsumieren. Da es dabei einfach zu diversen Wechselwirkungen kommen kann, genauso wie zu gesundheitlichen Langzeitschäden. Auch hierzu gibt es einige Studien, die das noch einmal untermauern.
        Von daher ist es besser sich die nötigen Nährstoffe vorrangig aus der Ernährung zu holen, also gerade wenn wir von Eisen oder Vitaminen wie A, E, C usw. sprechen, als durch Pillen.

        Ich denke die Sache mit dem Kaloriendefizit ist eine gute Sache um einen ersten Überblick über das eigene Essverhalten zu erlangen. Wie viel man isst, wie viel man verbraucht, welche Mengen adäquat sind usw. Jedoch sollte man sich im Laufe der Zeit meiner Ansicht nach vom Kalorienzählen distanzieren und vielmehr lernen ein Gefühl für das zu bekommen wann es genug ist (Sättigungsgefühl). Wann man sich mal was gönnen kann usw.
        Ich denke das Konzept einer ausgewogenen Ernährung mit zugleich regelmäßiger Bewegung ist wohl nichts neues.

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